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Vitamin A  | B1

chem. Bezeichnung: Retinol, ß-Carotin (Provitamin)

Bedeutung: Als Vitamin A wird eine Gruppe fettlöslicher Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur und Wirkung auf den Körper bezeichnet. Die wirksamsten unter ihnen sind die Retinole (A1 und A2), wobei nur Vitamin A1 für den Menschen wichtig ist. Retinole kommen ausschließlich in tierischen Organismen vor.
Als Bestandteil des Sehpurpurs Rhodopsin spielt Vitamin A eine wichtige Rolle beim Farb- und Hell-Dunkel-Sehen. Es schützt die Zelloberfläche des Auges vor hornhautzersetzenden Bakterien und verhindert so eine Hornhauterweichung.
Weiterhin ist das Vitamin für den Aufbau und die Funktion der Schleimhautepithelien und des Knorpelgewebes zuständig. Unentbehrlich ist es für das Wachstum der Knochen und auch die Fortpflanzung, indem es die Keimdrüsen des Mannes schützt und den Weg für die Samenzellen ebnet. Auch bei der Frau sorgt es für einen ungehinderten Weg zur Eizelle.
Weniger wirksam, aber auch nicht ohne Bedeutung sind die Carotinoide (=Provitamin A). Das wichtigste unter ihnen ist das ß-Carotin.
Durch seine antioxidative Wirkung übt es Zellschutzfunktion aus und fängt die freien Radikale. Zudem ist es für die Instandhaltung der Zellgewebe der Haut sowie der oberen Schichten der inneren Organe (z.B. Schleimhäute) verantwortlich.

Haltbarkeit: 1/3 des Vitamins gehen durch zu langes Kochen, Sauerstoff und Licht verloren.

Beinflussung: Antizida (magensäurebindende Mittel) vermindern die Resorption, paraffinölhaltige Laxantien (Abführmittel) beeinflussen die Wirkung negativ und auch bei Kortisnpräparaten, einigen Antibiotika und lipidsenkenden Mitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen.

Mangelkandidaten: Von einem Defizit betroffen sind oft Senioren, Männer zwischen 20 und 50 Jahren sowie junge Frauen.
Bei Darminfektionen und gestörter Fettresorption benötigt der Körper manchmal mehr.

Mangelerscheinungen: Ein Vitamin A-Mangel wirkt sich häufig zuerst auf die Augen aus. Es kann zu Lichtscheuheit, Mangel an Tränenflüssigkeit und verschlechterter Dunkeladaption bis hin zu Nachtblindheit kommen. Auch Xerophtalemie, eine Binde- hauterkrankung, kann eine Folge des Vitamin A-Mangels sein. Vor allem bei Kleinkindern kann ein langanhaltender Mangel zu schweren Schäden der Netzhaut führen.
Weiterhin können eine Einschränkung des Hörempfindens, Innenohrschäden und sogar Gleichgewichtsstörungen auftreten.
Auch die Haut bleibt nicht verschont. Betroffene leiden unter trockener, schuppiger Haut, Akne, brüchigen Fingernägeln oder glanzlosen Haaren. Veränderungen an Zellwänden der Schleimhäute und Geschlechtsorgane folgen.
Bei schwerem Mangel kann es ebenfalls zu Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und Leberstörungen kommen. Bei Kindern führt er zu Wachstumsstörungen.

Überdosierung: Überdosierungen enden im Extremfall tödlich. Erste Anzeichen für ein Zuviel des Vitamins können Übelkeit, Kopfschmerzen, Haarausfall, später schuppige, juckende Haut sein. In schweren Fällen treten Milz- und Lymphdrüsen- schwellungen, Lebervergrößerungen oder Skelettveränderungen auf. Auch unkontrollierte Bewegungen und Fingerkrämpfe sind möglich.
Weitere Symptome sind Anämie und Veränderungen der weißen Blutkörperchen.
Bei Schwangeren kann eine Überdosis zu schweren Missbildungen des Kindes führen. Sie sollten daher nie mehr als 3 mg pro Tag zu sich nehmen.
Durch einfache Multivitaminpräparate oder ß-Carotin ist allerdings keine Überdosierung zu befürchten.

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