zur Startseite alle Vitamine im Überblick Entdeckung der Vitamine Kontakt, Hinweise, ...
A |  Vitamin B1 |  B2

chem. Bezeichnung: Thiamin, Aneurin; früher Anti-Beriberi-Faktor

Bedeutung: Vitamin B1 wird oft auch als Nerven- und Energie-Vitamin bezeichnet.
Es greift als Co-Enzym in den Kohlenhydratstoffwechsel von Nerven und Muskeln ein. Auch ist es an den meisten Prozessen und Reaktionen der Energiegewinnung aus Kohlenhydraten im Körper beteiligt, da es Baustein in mindestens 24 für diesen Prozess wichtigen Enzymen ist.
Beispielsweise ist es am Zuckerabbau in den Zellen beteiligt.
Weiterhin spielt es eine entscheidende Rolle bei der Erregungsbildung an den peripheren Nervenbahnen und sorgt für die Regeneration des Nervensystems nach großer Belastung.
Auch trägt es in seiner Rolle als Co-Enzym zur Stärkung der Herz-, Darm- und Skelettmuskulatur bei.

Haltbarkeit: Das Vitamin mag kein langes Kochen, keine UV-Strahlen und auch zuviel Sauerstoff verträgt es schlecht.
Da es wasserlöslich ist, ist der Verlust beim Kochen recht groß: 20-40%.

Beinflussung: Negativ beeinflusst wird Thiamin durch Analgetika (Schmerzmittel) und Antazida (magensäurebindende Mittel), die seine Resorption hemmen. Diuretika (harnausscheidende Mittel) beschleunigen seine Ausscheidung.

Mangelkandidaten: Im Allgemeinen riskieren alle ein Defizit aufgrund der "Zivilisationskost": "feines" Weißmehl, geschälter Reis, viel Zucker.
Bei Diabetes, Neuralgien, Parkinson oder einer Dysregulation im Herzreizleitungssystem kann es zu einem höheren Bedarf an Vitamin B1 kommen. Auch Schwangere und Stillende benötigen manchmal mehr.

Mangelerscheinungen: Es gibt kaum einen ernsthaften Thiaminmangel, dennoch ist ein verdecktes Defizit recht häufig.
Anzeichen für eine Unterversorgung sind Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Appetit- und Schlaflosigkeit sowie Verdauungsstörungen. In schweren Fällen kann es zu Herzrhythmusstörrungen, Erkrankung der Herzkranzgefäße sowie Nervenentzündungen, Muskelschmerzen und Skelettmuskelschwund kommen. Weiterhin sind Beklemmungen und Depressionen möglich.
Beim Fehlen weiterer wichtiger Nährstoffe tritt die Mangelkrankheit Beri-Beri mit ihren typischen Symptomen wie Nerven-, Gelenk- und Kopfschmerzen, Ödemen am ganzen Körper, Versteifung der Beine, Herzfunktionsstörungen auf. Im schlimmsten Fall führt dies zur Schädigung des Gehirns und zur Lähmung der Nerven.

Überdosierung: Da Thiamin wasserlöslich ist werden überflüssige Mengen einfach wieder ausgeschieden. Es besteht also relativ geringe Gefahr einer Überdosierung.
Nur bei Mega-Dosen in Form intravenöser Dosen, die die 100fache Tagesmenge betragen, kann es zu Kopfschmerzen, Schwäche, Zittern, Nervosität, Herzklopfen, in schweren Fällen auch zu Krämpfen und Herzrhythmusstörungen kommen.

Vitamin A Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B6 Vitamin B12 Biotin Vitamin C Vitamin D Vitamin E Folsäure Vitamin K Niacin Pantothensäure