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B6 |  Vitamin B12 |  Biotin

chem. Bezeichnung: Cobalamin; früher Cyanocobalamin, Anti-Perniziosa-Faktor

Bedeutung: Als Vitamin B werden Verbindungen bezeichnet, die ein Kobaltatom im Zentrum eines porphyrinähnlichen Rings enthalten. Das Vitamin wird ausschließlich von Mikroorganismen produziert und ist ein "Fleischvitamin".
Im Magen wird es durch den sogenannten Intrinsic-Faktor gebunden, der erst seine Aufnahme im Darm ermöglicht. Zwar kann der Darm B12 auch selbständig herstellen, jedoch nicht aufnehmen.
Als Co-Enzym übernimmt das Vitamin zahlreiche Aufgaben im Stoffwechselbereich. Seine genaue Wirkungsweise ist allerdings noch nicht genau geklärt.
Sicher ist jedoch seine Mitwirkung bei Umlagerungsreaktionen von Aminosäuren und bestimmten Fettsäuren sowie eine Beteiligung bei der Zellteilung. Auch spielt es eine wichtige Rolle bei der Weitergabe der Erbinformationen. Außerdem aktiviert es die Folsäure.

Haltbarkeit: Vitamin B12 mag keinen Sauerstoff, kein Licht und auch keine Wärme. Dennoch ist es vergleichsweise stabil. Beim Kochen gehen rund 12% verloren.

Beinflussung: Negativ beeinflusst wird das Vitamin durch Antidiabetika, Cimetidin (magensäurehemmendes Mittel), die Pille, Cholestyramin (cholesterinspiegelsenkendes Mittel), Neomycin (Antibiotikum), Antirheumatika sowie bestimmte Mittel gegen epileptische Krämpfe.

Mangelkandidaten: Zwar gibt es keine spezielle Risikogruppe, dennoch benötigen Menschen mit Resorptionsstörungen im Magen oder Ileum (unterer Abschnitt des Dünndarms), Gastritis (Magenschleimhautentzündung) oder Bauchspeicheldrüsen- insuffiziens manchmal mehr. Auch strenge Vegetarier sollten auf ihren Vitamin B12-Haushalt achten.

Mangelerscheinungen: Ein echter Vitamin B12-Mangel ist äußerst selten. Anzeichen dafür sind Blässe, weiße Lippen, gelbe Schleimhäute. Auch Zungenbrennen, Magen- und Darmbeschwerden, Gliederkribbeln sowie Gedächtnisschwäche können hinzu kommen. Es kann eine Neigung zu Depressionen auftreten und bei Schwangeren erhöht sich die Gefahr einer Fehlgeburt.
Eine schwerwiegende Folge des Mangels kann funikuläre Myelose sein, eine Krankheit, bei der sich bestimmte Leitungsbahnen im Rückenmark degenerieren.
Die schwerste Folge eines Mangels ist die perniziöse Anämie, die ohne Behandlung tödlich verläuft. Sie ist jedoch keine ernährungsbedingte Mangelerscheinung, sondern wird durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst, bei der der Körper den Intrinsic-Faktor nicht mehr bilden kann.

Überdosierung: Da Vitamin B12 wasserlöslich ist, sind die Gefahren einer Überdosierung relativ gering. Erst ab Mega-Dosen von 5 mg täglich kann es zu Allergien, Akne sowie der Verschlimmerung bereits bestehender Schuppenflechte kommen.

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