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chem. Bezeichnung: Riboflavin; früher Lactoflavin

Bedeutung: Das wasserlösliche Vitamin, das zur Gruppe der Flavine gehört, ist wichtig für energieliefernde Oxidationsprozesse in Zellen und in etwa 60 verschiedenen Enzymen enthalten. Beispielsweise ist es am Zellstoffwechsel der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße beteiligt.
In den Zellen ist es in Form eines Flavoproteins gebunden. Am häufigsten ist die Verbindung von Riboflavin mit Phosphorsäure als Nukleotid (Bestandteil der Erbsubstanz), was sein Vorkommen in geringen Mengen in jeder Zelle erklärt. Besonders reichlich ist es zudem in Zellen mit hohem Stoffumsatz, wie Muskelzellen, zu finden.
Vitamin B2 nimmt Einfluss auf das Wachstum des Menschen und ist wichtig für Haut, Haare und Nägel, da es den Heilungsprozess fördert. Auch spielt es eine wichtige Rolle beim Aufbau des roten Blutfarbstoffes.
Durch seine hohe Konzentration im Auge nimmt man außerdem an, dass es Einfluss auf den Sehvorgang ausübt. Das Vitamin soll bei der Übertragung des Lichtreizes auf den Sehnerv mitwirken.
Eventuell nimmt es auch Einfluss auf die Produktion der Nebennierenhormone.
Weiterhin wird es als natürlicher Farbstoff für Lebensmittel in Form eines wasserlöslichen, orange-roten Pulvers genutzt.

Haltbarkeit: Vitamin B2 mag keine UV-Strahlen und alkalischen Stoffe. Außerdem ist es lichtempfindlich und sollte kühl und trocken gelagert werden. Beispielsweise sollte Milch immer in lichtundurchlässigen Kartons oder dunklen Flaschen aufbewahrt weden. Da es wasserlöslich ist, geht Riboflavin auch schnell in Kochwasser über. Beim Garungsprozess gehen zwischen 20 und 50% verloren.

Beinflussung: Während Atropin die Resorption von Riboflavin steigert, beeinflussen Diuretika (harntreibende Mittel), Antidepressiva und die Pille seine Wirkung negativ.

Mangelkandidaten: Von Vitamin B2-Mangel sind vor allem junge Frauen und Senioren betroffen.
Während der Rekonvaleszenz (Genesung) und bei langandauernden Medikamenteneinnahmen sind manchmal erhöhte Vitamindosen erforderlich. Auch Schwangere und Stillende benötigen mehr.

Mangelerscheinungen: Erste Anzeichen für einen Vitamin B2-Mangel sind allgemeine Müdigkeit und Unlust. Hinzukommen können auch gereizte Schleimhäute, Hautempfindlichkeiten und Nervenstörungen.
Ein extremer Mangel ist in Industrieländern allerdings selten.
Bei einem größeren Mangel ist vor allem die Haut betroffen: eingerissene Mundwinkel, schuppige Lippen bis hin zu Dermatitis sind die Folge. Weiterhin können Entzündungen der Mundschleimhaut und der Zunge und übermäßige Verhornung und Verdickung der Haut hinzukommen. Die Fingernägel werden brüchig und glanzlos.
In schlimmen Fällen treten auch Hornhauttrübungen wie grauer Star auf und die Degeneration des Nervengewebes setzt ein. Auch Blutarmut ist möglich.
Bei Kleinkindern können Wachstumstörungen auftreten.

Überdosierung: Da das Vitamin wasserlöslich ist, werden Überschüsse wieder ausgeschieden. Folgen einer Überdosierung sind nicht bekannt.

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