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chem. Bezeichnung: Pyridoxin

Bedeutung: Vitamin B6 ist keine einheitliche Substanz. Vielmehr ist es eine Bezeichnung für 3 Pyride: Pyridoxol, Pyridoxal und Pyridoxinamin.
Meist fungiert es als Co-Enzym, als das es eine wichtige Rolle im Eiweißstoffwechsel inne hat: Es wirkt mit beim Um- und Abbau von Aminosäuren.
Es ist wichtig für die Zellteilung und besonders für Wachstumsprozesse während der Kindheit und Jugend unerlässlich, da es auch die Zellspezialisierung steuert.
Pyridoxin unterstützt das Immunsystem. Auch hat es eine große Bedeutung für das Nervensystem, da mit seiner Hilfe die Überträgersubstanz Dopamin, die Impulse zwischen einzelnen Nervenzellen vermittelt, gebildet wird. Dopamin ist ebenfalls für die Regelung der Gehirntätigkeit zuständig und hat Einfluss auf die seelische Verfassung.
B6 ist auch für andere Vitamine unerlässlich. Beispielsweise wird mit seiner Hilfe die essentielle Aminosäure Tryptophan erst in Niacin umgewandelt und auch B12 entfaltet seine Wirkung erst durch B6
An der Bildung einiger Gewebshormone ist Pyridoxin gleichfalls beteiligt.

Haltbarkeit: Vitamin B6 ist sehr anfällig gegen Licht, Wasser und Wärme. Auch übermäßiges Zerkleinern sowie langes Braten oder Kochen sind schädlich. Beim Garungsprozess gehen 20-50% verloren.
Vollkornmehl reduziert seinen Pyridoxingehalt durch Bearbeitung zu Weißmehl um 85%.

Beinflussung: Negativ beeinflusst wird die Wirkung des Vitamins durch Penicillin, die Pille, Östrogene in hohen Dosen, einige Antidepressiva, Zytostatika (Antikrebsmittel), bestimmte Blutdrucksenkende Mittel sowie Chemotherapeutika gegen Tuberkulose.

Mangelkandidaten: Zu den Risikogruppen werden vor allem Frauen und Männer zwischen 20 und 50 Jahren gezählt. Schwangere leiden oft unter Ödemen oder Übelkeit aufgrund von Vitamin B6-Mangel. Auch Frauen, die die Pille nehmen, benötigen manchmal etwas mehr.

Mangelerscheinungen: Zeichen für einen Mangel können Appetitlosigkeit, Darmbeschwerden oder Hautveränderungen sein. Auch Müdigkeit und Niedergeschlagenheit können auftreten.
In schweren Fällen kommt es zu Muskelschwund, Leberstörungen, Wachstumsproblemen und Störungen des Nervensystems.

Überdosierung: Da Pyridoxin wasserlöslich ist ist eine Überdosierung unwahrscheinlich. Ab 500 mg täglich können jedoch Symptome wie Gefühlslosigkeit der Gliedmaßen oder Lähmungen auftreten. Ab 2 g täglich sind schwere Bewegungs- und Nervenstörungen zu befürchten.

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