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B12 |  Vitamin Biotin |  C

chem. Bezeichnung: d-Biotin; früher Vitamin H

Bedeutung: Das wasserlösliche Vitamin ist in jeder Zelle des Körpers zu finden. Die Aufnahme erfolgt über die Nahrung oder per Eiweißsynthese mit Hilfe der Darmbakterien.
Häufig ist es an Eiweiße gebunden und wirkt als Co-Enzym in der Gluconeogenese (best. Stoffwechselvorgang zur Neubildung von Glucose aus Lactat und einigen Aminosäuren) und der Fettsäurebiosynthese. Außerdem ist das Vitamin wichtig für den Abbau von 4 essentiellen Aminosäuren sowie für die Bildung von Acetycholin, das beispielsweise für die Erregung der einzelnen Nerven notwendig ist.
Weiterhin unterstützt es die Zellteilung und sorgt für gesunde Fingernägel, Haut und Haare.

Haltbarkeit: Über Zubereitungsverluste ist wenig bekannt. Da es wasserlöslich ist, wandert es jedoch wie die meisten Vitamine schnell ins Kochwasser.

Beinflussung: Antibiotika, Antikonvulsiva (krampflösende Mittel) und alles, was Schwefel enthält, beeinflussen das Vitamin negativ. Laxantien (Abführmittel) hemmen die Bildung von Biotin.

Mangelkandidaten: Zwar sind die Tagesdosis und auch die Auswirkungen eines Mangels noch weitestgehend unbekannt, dennoch wird bei schweren Darmproblemen, nach langer Einnahme von Antibiotika mehr benötigt. Auch Dialysepatienten und Schwangere haben einen erhöhten Bedarf.

Mangelerscheinungen: Biotinmangel ist äußerst selten. Mögliche Anzeichen sind Erschöpfung, Appetitlosigkeit und Übelkeit.
Mangelerscheinungen in Form von Hautveränderungen treten nur bei chronischem Alkoholmissbrauch, geschädigter Darmflora oder übermäßigem Verzehr von rohem Eiklar auf.
Eiklar enthält das Antivitamin Avidin, das Biotin bindet und somit unwirksam macht. Durch Erhitzen verliert es jedoch seine Wirkung.

Überdosierung: Biotin ist wasserlöslich, wird also bei Überfluss einfach ausgeschieden. Überdosierungen sind nicht bekannt.

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