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Eines der wenigen Vitamine, das gefunden wurde, bevor seine Bedeutung bekannt war, ist das Vitamin B2.
1933 wurde es von den Wissenschaftlern A. von Szent-György, R. Kuhn und Th. Wagner-Tauregg erstmals aus Leber und Hefe, später auch aus Eiern isoliert.
Um größere Mengen des Vitamins zu erhalten, versuchten sie die Gewinnung aus Molke. Für dieses Experiment sollen angeblich etwa 100000 Liter nötig gewesen sein, um 12 g kristallines Vitamin B2 freizusetzen.

Eher zufällig wurde 1922 auch das Vitamin E bei Experimenten mit Ratten als Antisterilitätsfaktor entdeckt.
Die Tiere waren, nachdem sie mit vorgereinigtem Futter ernährt worden waren, unfruchtbar geworden, da ihrer Nahrung ein wichtiger Stoff fehlte: das Vitamin E.
Später wurde der Stoff auch aus Weizenkeimöl isoliert.

Bis 1948 wurden alle 13 für den Menschen lebensnotwendigen Vitamine entdeckt.

Bereits 1912 erhielten die Vitamine ihren Namen von dem aus Polen stammenden Biochemiker Casimir Funk. Er bildete das Kunstwort aus "vita" (lat. Leben) und "amin" (Begriff für Stickstoffverbindungen) als er nach der Reinform des Thiamins suchte.
Später wurden weitere Substanzen den Vitaminen zugeordnet, die nicht alle eine Amin-Gruppe enthielten.
Casimir Funk: "Als ich die Bezeichnung Vitamin einführte, war mir schon klar, dass nicht alle noch zu entdeckenden Vitamine solche Stickstoffgruppen enthalten würden. Aber ich wünschte mir eine Bezeichnung, die gut klang und rasch zum Schlagwort werden sollte."