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E |  Folsäure |  K

chem. Bezeichnung: Folsäure; früher Vitamin Bc

Bedeutung: Der Begriff Folsäure ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe wasserlöslicher chemischer Substanzen, die alle die gleiche Wirkung besitzen. 1/4 der Verbindungen kommen in reiner Form vor und sind vollständig vom Körper verwertbar. Der Großteil tritt allerdings meist in Form von Verbindungen mit Glutamin auf. Diese können oft nur zu 20% vom Darm aufgenommen werden. Die Darmflora des Dickdarms ist in der Lage Folsäure selbst zu produzieren. Jedoch ist auch diese Form nur teilweise verwendbar.
Die Verfügbarkeit des Vitamins ist mit dem Eisenhaushalt wie auch mit dem Vitamin C-Haushalt verknüpft. Auch bestehen komplizierte Verbindungen mit anderen Mitgliedern der Vitamin B-Gruppe, besonders mit B12 bei der Blutbildung.
Die wichtigste Aufgabe des Vitamins liegt in der Zellteilung. Durch Vitamin B aktiviert, wird es zum Baumeister bei der Reifung der roten Blutkörperchen im Knochenmark. Es ist ebenfalls für die Bildung der roten Blutplättchen verantwortlich, die für die Blutgerinnung nötig sind.
Weiterhin ist es am Auf- und Umbau von Eiweißstoffen beteiligt und fördert die Bildung der weißen Blutzellen. Wichtig ist es auch bei der Herstellung der Nukleinsäuren RNA und DNA.

Haltbarkeit: Folsäure ist äußerst empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Sauerstoff. Beim Kochen gehen 60-90% verloren.

Beinflussung: Zytostatika (Antikrebsmittel) vermindern seine Wirkung. Auch bei Acetylsalicylsäure, Antiepileptika, Antikonvulsiva, Barbituraten und der Pille kommt es zu Wechselwirkungen.

Mangelkandidaten: Wer viel Aufgewärmtes oder Zerkochtes isst, riskiert einen Folsäuremangel. Bei einem Eisendefizit liegt häufig auch ein Mangel der Folsäure vor.
Menschen mit Zölliakie/Sprue, Schwangere oder Frauen, die die Pille nehmen benötigen manchmal mehr.

Mangelerscheinungen: Folsäuremangel wird oft mit Vitamin B12- oder Vitamin C-Mangel verwechselt, da diese eng am Stoffwechsel der Folsäure beteiligt sind.
Im Falle eines Mangels kann es zu Anämie, Schleimhautveränderungen im Mund, Magen oder Darm kommen. Auch Zungenbrennen und -entzündungen, Durchfälle, Haarwuchsstörungen und Hautveränderungen können auftreten. Depressionen sind ebenfalls nicht ausgeschlossen.
Bei Kindern treten Wachstumsstörungen sowie die Verzögerung der Pubertät in Erscheinung.

Überdosierung: Normalerweise treten bei einer Überdosierung keine Schwiergkeiten auf. Es kann jedoch zu Allergien, Juckreiz oder Nesselsucht führen. Auch Krämpfe der Bronchialmuskulatur sind nicht ausgeschlossen.
Ab 15 mg täglich kommt es zu Schlaflosigkeit und Schwermütigkeit. Bei der Injektion von Megadosen sind unter Umständen Schockzustände die Folge.

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